Montag, 16. April 2018

Angst


Angst

Ich schreibe Worte
Buchstaben verblassen
Ich singe Lieder
Die Melodien verhallen

Warum

Die Eule ist verstummt
Der Himmel brennt
Die Sterne weinen

Warum

Meine Seele schreit
Ich möchte rufen
Meine Stimme versagt

Warum

Schreie bleiben stumm
Mein Herz rast
Ich bekomme keine Luft

Warum

Unheimliche Stille
Brennende Tränen
Rasende Schmerzen

WARUM

© Hans-Peter Zürcher

Freitag, 29. Dezember 2017

Zum Jahreswechsel


Zum Jahreswechsel
   
 Wenn nun das alte Jahr zu Ende geht 
Und sich ganz still und leise bettet 
In ein sanftes weiches Leinentuch 
Singen Lieder als wären sie ein Gebet 

 Vor Frost behütet reift neue Saat heran 
Beschützt von locker weichem Schnee 
Um im neuen Jahr dann auszutreiben 
Was einst groß und kräftig werden kann 

 So hat denn alles im Leben seinen Sinn 
Im steten Auf und Ab der Jahreszeiten 
All diesem ein feiner Zauber inne haftet 
Auch dem Streben nach dem Ende hin 

 © Hans-Peter Zürcher

Montag, 4. September 2017

Elegie



Elegie


Aus zarter Stille ins Licht geboren
Hinaus ins Leben in die weite Welt
Noch klein und ein wenig verloren
Leise Schatten zieren das Himmelszelt

Durch blumige Wiesen und lichten Wald
Über sprudelnde Bäche und grüne Alpen
Geht’s hinauf ins lichtüberflutete Bald

Kleine und grosse Steine zieren die Wege
Eis hängt gebrochen über steiler Wand
Tiefe Schluchten queren schmale Stege
Oben am Berg weite Blicke übers Land

Ehrfurcht und tiefe Gefühle im Herzen
Über fernem Horizont flutet Sonnenlicht
Verblasst sind all Müh‘ und Schmerzen

Elegie und Wehmut begleitet hinab ins Tal
Steil und über schmalgekurvte Pfade
Zieht der weite Weg und lässt keine Wahl
Mal sichtbar oft nur erahnt und wage

Erste Schatten lispeln an der Berge Flanken
Noch ein kleines Spiel von Licht und Sein
Doch schon bald wird Dunkelheit wanken
Mit Sternenglitzern und Mondenschein

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 13. August 2017

Tanz der Zwischenwlten


Tanz der Zwischenwelten

Aus ferner Welt ins Licht geboren
Schweben aus der Stille feine Klänge

Als lichter Hauch in sich gefroren
Der feinen Nebel Sehnsuchtsgesänge

Sie sind vereint zu schwebendem Tanze
Drehen und wirbeln erst sanft und leise

Wallend und brausend im Lichterglanze
Zu einer herzerwärmenden Liebesweise

Die aus ferner Welt ins Licht geboren
Singen im Gleichklang ewiger Zeiten

Als luzide Nebel zum Tanze erkoren
Entschweben sie in unendliche Weiten

© Hans-Peter Zürcher  

Montag, 7. August 2017

Klang der Berge


Klang der Berge

In die Berge als ein großer Dom
Spielt die Stille ihren feinen Ton
In sanften Wellen von da bis dort
Erfasst sie diesen geweihten Ort

Ein Horn beginnt leise zu klingen
Als ob tausend Engel lieblich singen
Durch Raum und Zeit sie schweben
Wo sich ihre Klänge fein verweben

Mitunter singen in tiefer Schlucht
Bäche voller Kraft und Wucht
Von Sehnsucht Freiheit und Dang
Stürmisch ihre Lieder ihr Gesang  

Echos vibrieren und brechen die Zeit
Entschweben in weite Unendlichkeit
Herdengeläute spielen ihre Weise
Klänge verhallen in den Abend leise

In den Bergen als großer weiter Dom
Kehrt wieder Stille ein als feiner Ton
In sanften Wellen von da bis dort
Erfasst sie nun diesen geweihten Ort

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 23. Juli 2017

Herzklänge


Herzklänge

Musik so leicht und süß,
schwebt sanft klingend
durch Raum und Zeit.

Allerfeinste Herzklänge,
die berühren und dessen
Melodie Welten verbindet.

Schwebend pulsieren sie
in feinsten Klangfarben,
von der Muse geküsst...

© Hans-Peter Zürcher

Samstag, 8. Juli 2017

Sturmfront


Sturmfront

Schatten bricht Licht
Der Tag wird zur Nacht

Gesänge verklingen
Sturmwinde erwachen

Ein Sausen und Brausen
Durch dunkle Stille

Ein Lichtstrahl bewegt
Der Atem der stockt

Totes wird lebendig
Leben stirbt ab

© Hans-Peter Zürcher

Dienstag, 20. Juni 2017

Ein Sommertag


Ein Sommertag

Es lichtet der hellen Sonne Glanz
Derweil die Weite flimmert
Gleich einem Schmetterlingstanz

Leichte heisse Lüftchen streicheln
Blumen nicken im Wind
Von der Hitz‘ befreit ein Weilchen

Sonnenschwer die Mittagshitze
Im seinem Glanz ein Bächlein singt
Kleine Wellen schlagen Blitze

Im Schatten atmen tief die Bäume
Im nun lauen Abendwind
Vögel singen in dämmernde Räume

Von Ferne eine Eule ruft
In die nächtlich blaue Weite
Aus ihrer Höhle Kluft

Sterne glitzern hell am Himmelszelt
In kühler Nacht geborgen
Bis der Morgen den Tag erhellt

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 30. April 2017

An den Mai


An den Mai

Ein sanfter Regen durch die Nacht
Hat sie still zum Leuchten gebracht

Wie Tränen voller Sehnsucht leise
Zieren sie die Natur auf ihre Weise

Als wär’s ein Kuss von jedem Tropfen
Der lässt so manch Herzchen klopfen

Voller Sehnsucht ganz tief hinein
Singen die Perlen gross und klein

Betörend mit verführerischen Noten
Verbreiten sie Klänge als Liebesboten

Voller Hoffnung und Zärtlichkeiten
Wollen sie durch den Mai begleiten

Perlen so schön und glänzend fein
Ja, das kann doch nur die Liebe sein

© Hans-Peter Zürcher

Sonntag, 2. April 2017

Frühlingsgefühle


Frühlingsgefühle

Wenn der Frühling sich
mit Klängen verwebt,
singt  er Lieder.

Öffnet Herzen…

Um ihn in sich
als Offenbarung
aufzunehmen...

© Hans-Peter Zürcher